Reise nach Iceland

Island, das Land aus Feuer und Eis, fasziniert mit einer einzigartigen Mischung aus vulkanischer Aktivität, Gletschern und einer rauen, aber atemberaubenden Natur. Die Reisekultur ist stark vom Konzept des "Slow Travel" geprägt, oft als Roadtrip entlang der Ringstraße oder durch abgelegenere Regionen. Während Reykjavik das pulsierende Herz des Landes ist, offenbart die wahre Vielfalt Islands seine weitläufigen Landschaften, von den geothermalen Gebieten im Süden bis zu den Fjorden im Westen und Norden. Das Preisniveau ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hoch, aber die Erlebnisse sind unvergleichlich.

Städte in Iceland

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Welche Stadt wählen

Für Erstbesucher ist Reykjavik die unumgängliche Wahl. Die Hauptstadt bietet eine lebendige Kulturszene, ausgezeichnete Restaurants und ist Ausgangspunkt für viele Touren. Wer Natur und Fotografie liebt, wird sich in kleineren Orten wie Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes oder Húsavík im Norden, bekannt für Walbeobachtungen, wohlfühlen. Für eine authentischere Erfahrung abseits der Touristenpfade eignen sich Orte wie Seyðisfjörður in den Ostfjorden. Reykjavik punktet zudem mit dem Nachtleben, während kleinere Städte eher Ruhe und Naturerlebnisse bieten.

Regionen

Süd-Island

Süd-Island ist die bekannteste Region, geprägt von schwarzen Sandstränden, mächtigen Wasserfällen wie Skógafoss und Seljalandsfoss, sowie den Gletschern Vatnajökull und Mýrdalsjökull. Hier finden Sie auch die Reynisfjara-Felsen. Reykjavik ist gut erreichbar. Planen Sie mindestens 3-5 Tage ein, um die Highlights zu erkunden.

West-Island

Bekannt für die Halbinsel Snæfellsnes, die oft als "Island in Miniatur" bezeichnet wird, mit dem ikonischen Kirkjufell-Berg, Lavafeldern und Küstenstädten wie Stykkishólmur. Die Region ist ideal für Naturliebhaber und bietet eine gute Mischung aus Geologie und charmanten Dörfern. 2-3 Tage sind empfehlenswert.

Nord-Island

Das Herz des isländischen Nordens schlägt in Akureyri. Diese Region ist berühmt für den Mývatn-See mit seinen pseudokraterartigen Formationen, geothermalen Gebieten und der Walbeobachtungsstadt Húsavík. Die Landschaft ist dramatisch und oft weniger überlaufen. Planen Sie 4-6 Tage ein.

Ost-Island

Die Ostfjorde bieten eine ruhigere, majestätische Landschaft mit steilen Bergen, tiefen Fjorden und kleinen Fischerdörfern. Egilsstaðir ist das größte Zentrum. Dies ist ein Ort für Entschleunigung und Naturgenuss, ideal für Wanderer und Fotografen. 3-4 Tage sind gut angelegt.

Vorgeschlagene Routen

7j — Island in einer Woche: Ringstraße Highlights

Diese klassische Route beginnt und endet in Reykjavik. Konzentrieren Sie sich auf den Süden und Westen. Tage 1-2: Reykjavik und Golden Circle (Þingvellir, Geysir, Gullfoss). Tag 3: Südküste (Seljalandsfoss, Skógafoss, Vík, Reynisfjara). Tag 4: Gletscherlagune Jökulsárlón und Diamond Beach. Tag 5: Fahrt zurück Richtung Westen, optional Westisland. Tage 6-7: Reykjavik. Mietwagen ist ideal.

10j — 10 Tage: Island mit West- und Nordsee

Erweitert die 7-Tage-Route um die Halbinsel Snæfellsnes und einen Abstecher nach Nordisland. Tage 1-4: Reykjavik, Golden Circle, Südküste bis Jökulsárlón. Tag 5: Rückfahrt zum Snæfellsnes-Halbinsel. Tag 6: Erkundung Snæfellsnes. Tag 7: Fahrt nach Akureyri (Nordisland). Tage 8-9: Mývatn-Region, Húsavík. Tag 10: Rückflug ab Akureyri oder Fahrt zurück nach Reykjavik (lange Fahrt).

14j — 14 Tage: Die komplette Ringstraße

Eine umfassende Tour entlang der gesamten Ringstraße (Route 1). Beginnen Sie in Reykjavik, erkunden Sie den Süden bis Jökulsárlón, fahren Sie weiter nach Osten, Nordosten (Mývatn, Húsavík, Akureyri) und dann entlang der Westfjorde (optional, erfordert mehr Zeit und geeignetes Fahrzeug) oder durch den Norden und Westen zurück nach Reykjavik. Dies ermöglicht tiefere Einblicke in jede Region. Ein Mietwagen ist unerlässlich.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit hängt von Ihren Prioritäten ab. Für die Nordlichter und eine magische Winterlandschaft sind die Monate Oktober bis März ideal, wobei die Tage kurz sind. Dies ist die Nebensaison mit weniger Touristen und potenziell niedrigeren Preisen. Der Sommer (Juni bis August) bietet lange Tage, milderes Wetter und Zugang zu Hochlandstraßen, ist aber die Hauptsaison mit höchsten Preisen und größten Touristenmassen. Die Schultermonate Mai und September bieten einen guten Kompromiss mit moderatem Wetter, weniger Menschen und noch guter Chance auf Nordlichter im September. Island hat das ganze Jahr über etwas zu bieten.

Praktische Infos

Visum: Für die meisten EU-, US- und UK-Bürger ist eine visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage im Rahmen des Schengen-Abkommens möglich. Reisende aus anderen Ländern sollten sich unbedingt bei der isländischen Botschaft oder der zuständigen Einwanderungsbehörde über die spezifischen Visabestimmungen informieren.
Währung: Die Währung ist die Isländische Krone (ISK). Aktuell entspricht 1 Euro etwa 145 ISK. Kartenzahlung ist fast überall extrem verbreitet, oft sogar bevorzugt. Bargeld wird kaum benötigt. Geldautomaten sind verfügbar, aber Gebühren können anfallen.
Sprache: Die Amtssprache ist Isländisch. Englisch ist jedoch weit verbreitet und wird von fast allen Isländerinnen und Isländern, insbesondere im Tourismus, fließend gesprochen. Einige nützliche isländische Phrasen sind 'Halló' (Hallo) und 'Takk fyrir' (Danke).
Transport: Island ist kein Land für öffentliche Verkehrsmittel zwischen Städten. Ein Mietwagen ist fast unerlässlich, um die Insel flexibel zu erkunden, besonders wenn Sie die Ringstraße befahren möchten. Für das Hochland sind 4x4-Fahrzeuge empfehlenswert. Flüge zwischen größeren Städten wie Reykjavik und Akureyri sind möglich, aber teuer. Busse sind begrenzt verfügbar. Apps wie Google Maps oder Maps.me sind nützlich.
SIM / eSIM: Es ist ratsam, eine eSIM vorab über Anbieter wie Airalo zu kaufen. Lokale SIM-Karten sind bei Anbietern wie Siminn, Nova oder Vodafone erhältlich. Ein Datenpaket mit 10 GB kostet typischerweise zwischen 20 und 30 Euro.

Kultur & Etikette

In Island ist Trinkgeld nicht üblich, da die Dienstleistungen bereits in den Preisen enthalten sind. Ein kleines Extra für außergewöhnlichen Service wird aber geschätzt. Beim Essen ist es üblich, den Tisch sauber zu hinterlassen. In Kirchen und auf privatem Grund ist das Fotografieren oft nur mit Erlaubnis gestattet. Respektieren Sie die Natur; hinterlassen Sie keine Spuren und folgen Sie den markierten Wegen. Kleidung ist in religiösen Stätten respektvoll zu wählen, in Island gibt es jedoch keine besonderen Kleiderordnungen für Kirchen. Vermeiden Sie es, in Naturschutzgebieten Abfälle liegen zu lassen.

Tagesbudget

Island ist ein teures Reiseland. Rechnen Sie für einen Standard-Reisenden mit Kosten von etwa 150-200 Euro pro Tag, exklusive Flugtickets. Dies beinhaltet eine Unterkunft im Mittelklassehotel (ca. 120-150 € pro Nacht), Mahlzeiten (ein einfaches Mittagessen ca. 20-25 €, Abendessen im Restaurant 40-60 €), lokale Transporte und eine moderate Aktivität wie den Eintritt in ein Schwimmbad oder eine kurze Tour. Sparfüchse können mit 80-100 € pro Tag auskommen, indem sie in Hostels übernachten, selbst kochen und kostenlose Naturattraktionen nutzen. Luxusreisende sollten 300 €+ pro Tag einplanen.